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Agentur Triebfeder
Als Videoproduktionsfirma bewegen wir uns in einem Markt, der sich technologisch rasant verändert. Neue KI-Tools, veränderte Workflows und steigende Anforderungen an Geschwindigkeit und Qualität fordern klare strategische Antworten. Statt Innovation nebenbei mitzudenken, haben wir ein Format geschaffen, das Fokus erzwingt: einen internen Creative Hackathon. Ziel war es, innerhalb eines Tages spürbare Fortschritte bei der Entwicklung eines AI-Charakters zu erzielen und reproduzierbare Methoden zu testen.
Wir sind als Videoproduktion täglich mit konkreten Kundenprojekten ausgelastet. Deadlines, Abstimmungen und operative Anforderungen bestimmen den Rhythmus. Gleichzeitig verändert sich die Werbe- und Medienbranche so schnell wie selten zuvor. Themen wie KI-gestützte Charakterentwicklung oder hybride Produktionsformen sind keine Spielerei mehr, sondern strategische Fragestellungen für 2026 und darüber hinaus. Im Alltag haben wir wiederholt festgestellt, dass genau diese Zukunftsthemen verschoben werden. Nicht aus fehlendem Interesse, sondern weil kurzfristig wichtigere oder zeitsensitivere Aufgaben dominieren. Selbst wenn sich Zeitfenster öffnen, fehlen oft klare Zielsetzungen oder ein verbindlicher Rahmen. Die Folge: langsamer Fortschritt, inkonsistente Ergebnisse, offene Fragen. Parallel verfolgten wir bereits seit Längerem das Thema AI Character Creation. Die Resultate blieben jedoch hinter unseren Erwartungen zurück. Unterschiedliche Tools, wechselnde Prompt-Logiken und fehlende Reproduzierbarkeit erschwerten eine saubere Bewertung. Für uns war klar: Wenn wir als Agentur glaubwürdig mit technologischen Entwicklungen arbeiten wollen, müssen wir strukturiert experimentieren und belastbare Prozesse entwickeln. Der Entscheidungsdruck war damit eindeutig. Entweder wir akzeptieren, dass strategische Innovation im Tagesgeschäft untergeht, oder wir schaffen bewusst Räume, in denen sie Priorität erhält. Gerade in einer Branche, die stark von Geschwindigkeit, Trendzyklen und technologischem Wandel geprägt ist, braucht es Formate, die fokussiertes Arbeiten ermöglichen und gleichzeitig konkrete Ergebnisse liefern.
Wir haben uns bewusst am Hackathon-Prinzip aus der Softwareentwicklung orientiert. Kleine Teams, klar definierte Aufgabe, begrenztes Zeitfenster. Drei Teams à drei Personen aus Post und Creative arbeiteten einen Tag lang ausschließlich an der Entwicklung des AI-Charakters „Trilyon Balla“ mit vorgegebenem Look und Eigenschaften. Das messbare Ziel: innerhalb eines Tages sichtbare, präsentierbare Charakterversionen entwickeln und dabei reproduzierbare Methoden identifizieren. Strategisch ging es darum, Kreativität aus dem Tagesgeschäft zu lösen, Fokus zu erzwingen und systematisch zu prüfen, welche Tools, Prompt-Methoden und Workflows tragfähig sind.
"Man hat Freiraum für Kreativität, kann tief ins Thema einsteigen... und es bockt auch einfach"
Den Start bildete ein gemeinsames Briefing. Wir definierten die Persona, Anforderungen an Look und Eigenschaften sowie die Erwartung, dass Ergebnisse nachvollziehbar dokumentiert werden müssen. Zusätzlich setzten wir einen klaren Anreiz: Ein Preis für das Team mit den überzeugendsten Resultaten. Ab diesem Punkt arbeiteten die Teams vollständig eigenständig. Interessant war, dass jedes Team unterschiedliche Wege wählte. Verschiedene KI-Tools, individuelle Prompt-Strategien und divergierende Workflows führten zu klar unterscheidbaren Ansätzen. Im Verlauf des Tages zeigte sich, dass nicht jeder Weg verlässlich funktionierte. Manche Ansätze lieferten schnell sichtbare Ergebnisse, erwiesen sich jedoch als schwer reproduzierbar. Andere brauchten länger, boten dafür stabilere Resultate. Genau diese Unterschiede waren für uns relevant. Die Teamgröße von drei Personen erwies sich als sinnvoll. Aufgaben konnten klar verteilt werden, ohne dass Entscheidungsprozesse durch lange Diskussionen ausgebremst wurden. Gleichzeitig blieb genug Raum für Austausch und Korrektur. Bis in den Abend hinein arbeiteten alle Teams mit hoher Eigenmotivation und Fokus an ihren Versionen von Trilyon Balla. Der Zeitdruck erzeugte Klarheit: Entscheidungen mussten getroffen, Hypothesen getestet und Ergebnisse präsentiert werden.
Innerhalb eines Arbeitstags entwickelten alle drei Teams eigenständige Versionen von „Trillion Balla“. Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen entstanden belastbare Zwischenergebnisse und dokumentierte Workflows. Zentral war jedoch nicht nur das visuelle Resultat, sondern die Erkenntnisse dahinter. Wir haben gelernt, dass Aufgabenstellung, Tool-Auswahl und benötigte Materialien im Vorfeld klar definiert sein müssen, um effektive Resultate zu ermöglichen. Reproduzierbarkeit erwies sich als größter Hebel für Qualitätssicherung. Der Hackathon hat gezeigt, dass konzentrierte Formate in kurzer Zeit große Fortschritte ermöglichen. Für uns war der erste Durchlauf ein klarer Erfolg, weil wir nicht nur Ergebnisse, sondern strukturierte Learnings gewonnen haben. Für vergleichbare Unternehmen bedeutet das: Innovation braucht bewusst geschaffene Räume. Ohne strukturierten Fokus bleibt sie oft Stückwerk.Die Teamgröße von drei Personen erwies sich als arbeitsfähig und produktiv. Der Hackathon zeigte, dass konzentrierte Formate helfen, komplexe Zukunftsthemen greifbar zu machen. Für Triebfeder bedeutet das: Strategische Entwicklung lässt sich planbar in den Alltag integrieren, wenn Struktur, Fokus und Zeit klar definiert sind.
Wir freuen uns sehr über den Gewinn des German Design Award 2026.
Gemeinsam mit den Stadtwerken Karlsruhe wurde unser Imagefilmprojekt in der Kategorie „Excellent Communications Design“ ausgezeichnet und zählt damit zu den prämierten Arbeiten eines der wichtigsten internationalen Designpreise. Der German Design Award wird seit 2012 vom Rat für Formgebung verliehen. Er würdigt Projekte, die durch hohe gestalterische Qualität überzeugen und relevante Impulse setzen. Die Auszeichnung erfolgt ausschließlich auf Einladung oder nach erfolgreicher Prüfung durch eine unabhängige Fachjury. Der ausgezeichnete Imagefilm entstand 2024 für die Stadtwerke Karlsruhe, einen regional verankerten Versorger mit starkem Fokus auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement. In atmosphärischen Bildern zeigt der Film das vielseitige Wirken der Stadtwerke in der Fächerstadt. Ziel war es, Nähe zu schaffen und das Selbstverständnis der Stadtwerke als Partnerin für ein lebenswertes Karlsruhe sichtbar zu machen.
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